Selbstverständlich steht die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter für METRO immer an erster Stelle. Da für Mitarbeiter und Märkte nicht nur zum aktuellen Zeitpunkt, sondern auch im Regelbetrieb weitreichende Hygienevorschriften gelten, sieht sich METRO auf die derzeitige Situation gut vorbereitet.

METRO hat zudem zahlreiche weitere präventive Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter in den Märkten sowie den Verwaltungen getroffen. Im folgenden einige Praxisbeispiele:

  • Um unseren Kunden auch weiterhin einen sicheren Einkauf zu gewährleisten, wurden an allen Kundeneingängen, an den Kassen und in den Ultra Fresh-Bereichen (bereits standardmäßig vorhanden) Desinfektionsmittel bereitgestellt.
  • Die METRO-Märkte sind größer als ein normaler Supermarkt oder ein Discounter, so dass das Kontaktrisiko in den Gängen und an den Kassen deutlich reduziert ist.
  • Installation von Plexiglas-Trennwänden an Kassen, um das Risiko einer Infektion durch direkten Kontakt sowohl für die Mitarbeiter an den Kassen als auch für die Kunden so gering wie möglich zu halten.
  • Zusätzlich sind Papier- oder Desinfektionstücher zur Desinfektion der Einkaufswagengriffe erhältlich. Schilder mit Hygieneschutzmaßnahmen sind an Kundeneingängen und Kassen zu finden.
  • Alle Mitarbeiter werden in Hygienemaßnahmen unterwiesen und desinfizieren regelmäßig ihren Arbeitsbereich. Die Reinigungshäufigkeit in den Geschäften wurde erhöht.
  • Die Mitarbeiter an den Kassen haben Möglichkeiten zur Handdesinfektion direkt an der Kasse.
  • Die Mitarbeiter der Hauptverwaltungen in den besonders betroffenen Ländern und Regionen arbeiten in Teilen oder vollständig von zu Hause aus. Mehr als 2.000 Mitarbeiter der Düsseldorfer METRO Campus Gesellschaften arbeiten derzeit im Home Office.

Die am 14. Dezember 2020 veröffentlichte Umsatz- und EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 wurde am 20. April 2021 angepasst. Der Grund hierfür war die kontinuierliche Verlängerung und die hohe Volatilität der regulatorischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Diese Maßnahmen führen weiterhin zu erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen METRO Ländern. METRO hatte bislang erwartet, dass Lockerungen für die HoReCa-Branche spätestens im April 2021 beginnen. Allerdings erscheint dies vor Juni 2021 nun nicht mehr realistisch. Der Vorstand ist dennoch überzeugt, dass mit den Lockerungen regulatorischer Maßnahmen eine schnelle und substanzielle Erholung beginnen wird, wie es sich auch in Ländern mit teilweiser oder vollständiger Öffnung von Gastronomie und Tourismus bereits gezeigt hat.

Am 20. April 2021 hat der Vorstand beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020/21 den folgenden Ausblick zu geben: Unter der Annahme, dass umfassende Wiedereröffnungen von Gastronomie und Tourismus zwischen Juni und August erfolgen können, erwartet METRO nun

  • einen Rückgang des Gesamtumsatzes und des flächenbereinigten Umsatzes von -3 % bis -6 % gegenüber Vorjahr (zuvor: leicht unterhalb des Vorjahresniveaus)
  • einen Rückgang des EBITDA bereinigt von -50 Mio. € bis -175 Mio. € gegenüber Vorjahr (zuvor: Ergebnisrückgang im mittleren zweistelligen Millionen Euro Bereich)

Die Prognose erfolgte unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen. Die Auswirkungen staatlicher Beschränkungen auf das Ergebnis und den Umsatz sind in Regionen mit hohem HoReCa-Anteil am größten, insbesondere im Segment Westeuropa. Dagegen werden sich die Segmente Russland und Asien voraussichtlich besser entwickeln als METRO insgesamt.

METRO hat die Nettoverschuldung in den vergangenen Jahren erheblich reduziert und verfügt über hohe und nachhaltig ausreichende Liquiditätsreserven. Bis Oktober 2021 werden zudem keine bestehenden Anleihen fällig.

METRO hat den Verkauf von Real und der Mehrheitsbeteiligung an METRO China abgeschlossen und erhält aus beiden Transaktionen einen Netto-Mittelzufluss von rund 1,9 Mrd. €. Die Transaktionserlöse stärken die Bilanz, legen den Grundstein für Dividendenkontinuität, erhöhen die Liquiditätsreserven und schaffen Optionen für organische und anorganische Investitionen.

Für METRO hat die Unterstützung ihrer Kunden oberste Priorität, um sicherzustellen, dass Gastronomen so gut wie möglich durch diese schwierige Zeit kommen. METRO unterstützt HoReCa-Kunden mit verschiedenen Maßnahmen und Initiativen, stärkt so die Kundenbeziehung und unterstreicht METROs Motto „Your success is our business“. So wurde beispielsweise durch digitale Programme ein Gutschein-Generator (HilfeLokal.de) oder eine unkomplizierte Bestellfunktion, die sich leicht über die kostenfreie Internetpräsenz aktivieren lässt, zur Verfügung gestellt. Zudem unterstützen die METRO Länder ihre Kunden bei der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen durch gezielte Tipps und Informationen.

METRO unternimmt zugleich weitere Anstrengungen, um einen Beitrag zur Versorgungslage zu leisten. Dazu gehört u.a. die Kooperation mit Zustelldienstleistern in zahlreichen Ländern. Gemeinsam mit unseren Partnern werden so Lebensmittel auch an private Haushalte geliefert.

Weitere Initiativen (Seite nur auf Englisch verfügbar):
www.metro-cc.com/sell-or-buy-joyful-anticipation

Umsatzanteile Horeca (H), Trader (T) und SCO (S) im GJ 2019/20

  • METRO: 42% (H) | 23% (T) | 34% (S)
  • Deutschland: 42% (H) | 13% (T) | 46% (S)
  • Westeuropa (ohne Deutschland): 60% (H) | 17% (T) | 23% (S)
  • Russland: 14% (H) | 31% (T) | 55% (S)
  • Osteuropa (ohne Russland): 31% (H) | 33% (T) | 36% (S)
  • Asien: 34% (H) | 36% (T) | 29% (S)

METRO erwartet, dass die Corona-Krise nur temporärer Natur sein wird. Mit Lockerung der Restriktionen erwartet METRO auch eine schnelle Erholung der Gastronomie sowie eine Fortsetzung des langanhaltenden Trends zu mehr Außerhaus-Konsum.

METRO trägt Verantwortung für die weltweit 100.000 Mitarbeiter und deren Familien. Zur Sicherung von Arbeitsplätzen und der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit werden daher alle möglichen Optionen geprüft, um die aktuell herausfordernde Zeit gut zu überstehen. Auch die Möglichkeit der Nutzung von Kurzarbeit an Stellen, an denen keine andere vertretbare Lösung gefunden werden kann, wird daher in einzelnen Gesellschaften bzw. Ländern innerhalb der METRO geprüft. Dies betrifft v.a. Bereiche, bei denen eine deutlich niedrigere Arbeitsauslastung zu verzeichnen ist wie bspw. in unserem Vertrieb oder in den Depots. Selbstverständlich wird Kurzarbeit nur dort eingeführt, wo sich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise keine andere vertretbare Lösung finden lässt und sowohl die Dauer als auch der Umfang wird so eng wie nur möglich begrenzt.


Stand: 8. März 2021